Es ist gar nicht so einfach, die richtige Übungsstunde zu finden.
Welches Training ist geeignet für den Hund. Woran habe ich als Halter Interesse? Was erwartet mich und meinen Hund? Soll er einfach nur besser gehorchen oder will ich richtig Hundesport betreiben. Es gibt viele verschiedene Fragen aber nur eine Antwort:
Besuchen Sie einfach mal zum
"Reinschnuppern"
eine unserer Übungsstunden.
Jedes Training wird von qualifizierten Übungsleiter gestaltet, die ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ein ausführliches Gespräch vorab kann berits viel Unsicherheit nehmen. Nutzen Sie die Möglichkeit an zwei oder drei Übungsstunden unverbindlich teil zu nehmen und stellen Sie selber fest, wie viel Spaß es Ihnen und Ihrem Hund macht. Wie leicht der richtige Umgang mit Ihrem Vierbeiner doch sein kann. Und vor allem, wie man mit kleinen Tricks und er richtigen Mischung aus Konsequenz und positiver Verstärkung relativ schnell gute Resultate erziehlt.
- Welpenkurs
Übungsleiterin Petra Lauer /
Sarah Brunk
-Termine-


Montag:
- 18:00 - 19:00 Uhr
Obedience - Anfänger
- 19:00 Uhr
Obedience - Prüfungshunde
Leitung: Petra Lauer

Donnerstag:
- 19:00 Uhr
Turnierhundesport
Leitung: Tanja Taube

Samstag:
- 16:00 Uhr
Allgemeine Unterordnung
Leitung: Frank Rohleder-Hamelmann /
Monika Näher


Nach Absprache und Wetter:
- Fährtenarbeit
Leitung: Petra Lauer
Der Verein bietet 10-er Karten für je 30 Euro an, welche für jede beliebige Übungsstunde eingesetzt werden können. Erst nach Abarbeitung von mindestens einer 10-er Karte kann eine Mitgliedschaft im Verein erfolgen.
Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung vom 05.09.2009 wurden die Mitgliedsbeiträge ab 01.01.2010 wie folgt festgelegt:
Vereinsmitgliedschaft
Jugendliche/Schüler
Einzelmitgliedschaft
Familienmitgliedschaft
15,00 €/Jahr
45,00 €/Jahr
60,00 €/Jahr
Alle aktiven Mitglieder (als aktiv gilt, wer an mehr als 10 Übungsstunden im Jahr teilgenommen hat) müssen 10 Arbeitsstunden im Rahmen von allgemeinen Arbeitseinsätzen an und um das Vereinsgelände leisten. Für nichtgeleistete Arbeitsstunden sind 10,00 €/Std. an den Verein zu zahlen.
Diese Hinweise sollen alle Neulinge über die Gepflogenheiten bei unserer Hundeausbildung informieren, für Anregungen, Kritik und alle sonstigen Fragen stehen Ihnen die Übungsleiter/innen stets gerne zur Verfügung.
Zu Beginn der Übungsstunde legen die Übungsleiter/innen eine Teilnehmerliste aus, in welche Sie sich bitte eintragen.
Den Anordnungen der Übungsleiter/innen ist stets Folge zu leisten. Diskussionen sind außerhalb des Platzes ohne den Hund zu führen.
Es dürfte selbstverständlich sein, dass nur gesunde Hunde an den Übungsstunden teilnehmen, nach Impfungen sollte man den Hund ein bis zwei Tage Ruhe gönnen.
Bitte achten Sie bei Ihrem Hund auf den Impf- sowie Versicherungsschutz sowie auf eine regelmäßige Entwurmung (in der Regel alle 3 Monate), um Krankheiten und Parasiten vorbeugen zu können.
Dem Hund soll unmittelbar vor den Übungsstunden die Möglichkeit gegeben werden sich lösen zu können (ihre Geschäfte zu verrichten). Bei „Unfällen“ auf dem Übungsplatz sind Geldstrafen in Höhe von 10,00 € Häufchen und 5,00 € für Pippi in die „Übungsleiterkasse“ (Sparelefant auf der Theke) fällig. Die Häufchen sind unverzüglich mit der Schaufel zu beseitigen.
Die letzte Mahlzeit sollte länger als zwei Stunden zurückliegen. Bei mittleren und größeren Hunden ist im Bereich VPG anzuraten, den Hund an den Tagen der Übungsstunden erst Abends zu füttern, um die Gefahr einer Magendrehung ausschließen zu können.
Grundsätzlich sind die Hunde vor und nach den Übungsstunden sowie während des Lösens an der Leine zu führen, sie sind erst auf Anweisung des Übungsleiters (ÜL) auf den Platz zu führen. Bis dahin haben die Hunde im Auto oder in einer angemieteten Box zu bleiben, um die arbeitenden Hunde auf dem Platz nicht abzulenken und Vorfällen durch Unachtsamkeit vorzubeugen.
Das Mindestalter liegt für die Welpenspielgruppe bei 12 Wochen, für die Unterordnung bei 6 Monaten, für THS 10 Monate.
Für alle Hunde gilt zuerst die Ausbildung in der Unterordnung, um das Team auf- und zusammenwachsen zu lassen und den Meutetrieb zu fördern, außerdem soll immer Ziel und Zweck der Übungen auf dem Übungsplatz sein, dass der Hund diesen mit einer positiven Erfahrung verlässt, so dass für ihn bedeutet, arbeiten auf dem Übungsplatz ist mit positiver Bestätigung verbunden.
Läufige Hündinnen sind in der Regel zum Schluß oder auf Anweisung des ÜL auf den Platz zu führen.
Übergewichtige Hunde sollten zur Vermeidung von gesundheitlichen Schäden nicht über Hindernisdisziplinen geschickt werden, wir helfen Ihnen gerne bei Fragen zur Ernährung.
Stachelhalsbänder sind nach Absprache mit dem Übungsleiter zu verwenden, um hier einen unsachgemäßen Gebrauch zu verhindern.
Probleme, Anregungen und Wünsche können an den Sportwart gerichtet werden.Verstöße gegen die oben genannten Regeln sowie unsportliches Verhalten können zum Ausschluss aus dem Vereinsbetriebe führen.
Um Beschreibungen der einzelnen Sportarten zu erhalten,
auf die jeweiligen Überschriften klicken.
Welpentreff und Rackergruppe
Von der ca. 10. Lebenswoche (alle Erstimpfungen müssen durchgeführt sein – bitte Impfausweis mitbringen ! ) bis ca. zum 6. Lebensmonat treffen wir uns einmal in der Woche, immer Freitags ab 17 Uhr.
Die Gebühr für unseren Welpentreff beträgt einmalig € 30,- .
Ausnahme ist der erste Besuch der Gruppe, dieser ist kostenlos.
Welpen können bis zum 6. Lebensmonat am Welpentreff teilnehmen.
Sind sie bereits Mitglied im Verein, dann ist der Welpentreff für Sie natürlich kostenlos.
Es gibt einiges zu beachten:
Bitte kommen Sie möglichst regelmäßig! Besonders die Zeit bis zur 20. Lebenswoche ist ganz entscheidend! Was in dieser Zeit versäumt wird, ist zwar später noch nachzuholen, jedoch mit sehr viel mehr Aufwand und Geduld. Bringen sie kleine , weiche Leckerchen mit. ( Käsestückchen oder Wurstwürfel ). Führen Sie Ihren Welpen an einer ca. 1m langen Leine. Bitte den Welpen nicht an einer FLEXI –Leine während des Welpentreffs führen ! Füttern Sie keine fremden Welpen, es sei denn, Sie werden vom Übungsleiter dazu aufgefordert!
Sinn der Welpenspiele
Welpenspiele gehören zum ersten Sozialbaustein umweltverträglicher Hunde. Im Umgang mit älteren, bereits sozialisierten Artgenossen lernen Welpen Rangordnungen kennen und respektieren !
In artgerechten Spielen – spielerische Raufereien – lernen sie darüber hinaus noch das wichtige Gespür für Schmerzen, was ihnen auch bei sozialisierten Hunden die wichtige Beißhemmung gegenüber Unterlegenen oder sich Ergebenden lehrt. Welpenspiele sind unverzichtbarer Wegbereiter für artgerechte Erziehung und Beschäftigung. Der Hund wird geprägt durch seine Erfahrungen in den ersten Monaten seines Lebens. Diese Prägung ist entscheidend für sein Verhalten in den nächsten 12 – 16 Jahren seines Lebens.
Es ist schwer einen Hund zu erziehen, der im ersten Jahr seines Lebens machen konnte, was er wollte. Der Mensch wird schon als Kind zur Selbstständigkeit erzogen. Der Hund hingegen braucht einen Rudelführer. Schafft der Mensch es nicht, seinem Hund ein guter Führer zu sein, wird der Hund selbst diese Rolle übernehmen, und den Mensch als seinen Untergebenen sehen. Das führt immer zu Problemen im Zusammenleben von Mensch und Hund ! Darum ist die Hundefrüherziehung die Basis für ein gutes zusammenleben von Mensch und Hund. Problemlose Verständigung zwischen Hund und Hundeführer gelingt durch Wissen und positive Bestärkung.
Jedes Jahr werden Hunderte von Hunden ausgesetzt oder eingeschläfert, weil wir durch Vermenschlichung der Hunde ihnen keinen festen Platz in der Rangordnung zugewiesen haben. Wir versuchen durch Verhalten und gezielte Ausbildung dies zu vermeiden. Eine feste Rangordnung und spielerische Ausbildung schafft Vertrauen, ist teamfähig und vor allem hoch motivierend für den Hund.
Unterordnung / Begleithundeausbildung
Ist die Welpenschule absolviert ist die Grundlage geschaffen für eine erfolgreiche Erwachsenenhundeausbildung. Ab ca. dem 6. Lebensmonat beginnen wir mit der Unterordnung.
In den Übungsstunden zeigen wir Ihnen, wie man den Hund ausbildet bzw. welche Ausbildungsmethoden es gibt und wie sie artgerecht angewendet werden. Ebenso lernen Sie welche Fehler in der Ausbildung unbedingt vermieden werden sollten.
Es führen mit Sicherheit viele Wege zum Ziel, wir helfen ihnen den für Sie und Ihren Hund richtigen zu finden. Auch in dieser Ausbildungsphase führen Spaß, Teamfähigkeit, Motivation und liebevolle Konsequenz zu einer erfolgreichen Begleithundeprüfung, die jeder Hundeführer anstreben sollte.
Die Begleithundeprüfung (BH/VT) ist Voraussetzung für die weitere Ausbildung in allen Hundesportarten und Bedingung für die Teilnahme bei Wettkämpfen.
Sollten Sie das erste Mal zur Unterordnung kommen, tragen Sie sich bitte immer zuerst in unsere bereitliegende Liste für die Teilnehmer der Unterordnung ein, damit es keine Mißverständnisse mit der Reihenfolge gibt. Melden Sie sich bitte beim Übungsleiter der mit ihnen den weiteren Ablauf der Übungseinheiten bespricht. Zu den Übungsstunden bringen Sie bitte Leckerchen und ein Spielzeug z.B. einen kleinen Ball mit, womit Sie ihren Hund motivieren und bestätigen können.
Vielseitigkeitssport / Vielseitigkeitsprüfung (VPG)
Der Vielseitigkeitssport besteht aus den folgenden drei Abteilungen:
(A) Die Fährtenarbeit
Bei der Fährtenarbeit sucht der Hund mittels seines Geruchsinnes vorher ausgelegte Gegenstände in einem Wiesen oder Ackergelände und muß diese durch entsprechendes Verhalten beim Auffinden anzeigen. Der vom Hund aufzunehmende Fährtengeruch entsteht größtenteils durch Verletzung des Erdbodens mit Freiwerden bestimmter Boden- und Pflanzengerüche sowie des Individualgeruchs des Fährtenlegers. Diesem Mischgeruch, der beim Legen der Fährte entsteht, soll unser Hund folgen und somit die Fährte ausarbeiten.
Die Länge und Beschaffenheit der abzusuchenden Fährte sowie die Anzahl der Gegenstände richtet sich im Vielseitigkeitssport nach den entsprechenden Prüfungsstufen ( VPG 1 , VPG 2 , VPG 3 ). Jede der Prüfungsstufen stellt eine Steigerung der Schwierigkeit dar und kann nur der Reihenfolge nach abgelegt werden. Die Fährtenhundeprüfung FH 1 u. FH 2 sind eigenständige Prüfungen bei denen der Hund nur in der Fährtenarbeit vorgeführt wird.
(B) Die Unterordnung
Zur Unterordnung im Vielseitigkeitssport gehören:
· die Leinenführigkeit
· die Freifolge
· Sitz- u. Platzübung aus der Bewegung
· Ablegen in Verbindung mit Herankommen
· das Bringen des Bringholzes auf ebener Erde u. im Sprung über die 1m Hürde
· und zusätzlich über die Kletterwand
· das Voraussenden mit Hinlegen
· das Ablegen unter Ablenkung
· Überprüfung der Schussgleichgültigkeit
(C) Der Schutzdienst
An dieser Stelle möchten wir Ihnen den oft mit falschen Vorurteilen behafteten "Schutzdienst" etwas näher erläutern. Immer wieder hört man das im "Schutzhundesport", die Hunde unnötig "scharf" und "aggressiv" gemacht werden.
Der Begriff "Schutzdienst" ist für die sportliche Ausbildung der Hunde im Vielseitigkeitssport eigentlich schon irreführend, mit "schützen" hat diese Sportart nicht viel zu tun. Die Hunde werden nicht dazu ausgebildet Menschen anzugreifen oder zu verletzen.
Bei der Ausbildung im Schutzdienst wird der unterschiedlich ausgeprägte Spiel- u. Beutetrieb sowie der Bewachungsinstinkt des Hundes genutzt und gezielt gefördert. Der Schutzärmel des Helfers ist lediglich Beuteersatz. Wenn es auch den Anschein hat , das der Hund den Helfer angreift, ist es nicht der Mensch sondern der Schutzarm (Beute) den der Hund begehrt.
Der Hund lernt auch nur unter bestimmten Voraussetzungen in den Schutzärmel zu beißen und auf Kommando des Hundeführers die Beute (Schutzärmel) wieder loszulassen. Im Schutzdienst wird angeborenes Verhalten ausgelebt, unerwünschte Aggression in die richtige Bahn gelenkt und durch zuverlässigen Gehorsam abgesichert. Ziel einer verantwortungsvoll durchgeführten Ausbildung im Schutzdienst ist ein selbstbewußter, ausgelasteter Hund, der trotz einer hohen Reizlage im Gehorsam seines Hundeführers steht. Ein aus sportlicher Sicht artgerecht ausgebildeter Schutzhund wird in der Öffentlichkeit niemals negativ auffallen!
Turnierhundesport
Nach über 10 Jahren Praxis hat sich der Turnierhundesport inzwischen zu einer festen Größe im Angebot unseres Hundesportvereines entwickelt. Seine passende Kurzbeschreibung dürft wohl „Leichtathletik mit Hund“ lauten.
Der Turnierhundesport ist grundsätzlich für sportliche Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Unter dem Oberbegriff Turnierhundesport werden, ähnlich wie in der Leichtathletik, eine Reihe von eigenständigen Disziplinen zusammengefasst:
Vierkampf
Der Vierkampf besteht aus Hindernislauf, Hürdenlauf, Slalom und der Gehorsamsübung (ähnlich einer Begleithundeprüfung).Der Hindernislauf erfolgt in 2 Durchgängen wobei Hund und Hundeführer eine Strecke von 75m zurücklegen und der Hund 8 Hindernisse überqueren muss.
Der Hürdenlauf erfolgt ebenfalls in 2 Durchgängen ,hier beträgt die Laufstrecke 50 m auf der 3 hintereinander aufgestellte Hürden gemeinsam bewältigt werden müssen.
Die Slalomstrecke ist 75 m lang und besteht aus Start- und Zieltor sowie 5 weiteren Toren die in einem Zick-Zack Kurs aufgestellt sind.Der Hund und Hundeführer müssen alle Tore durchlaufen, wobei der Hund mit oder ohne Leine geführt werden darf.
Bei der Gehorsamsübung muß der Hund nach einem festen Laufschema mit Leine sowie auch in der Freifolge geführt werden. Gezeigt werden müssen auch Tempowechsel, Sitz- und eine Platzübung.
Der Hindernislauf
Dieser Hindernislauf Turnier wird im Gegensatz zum Hindernislauf des Vierkampfs in 2 Gruppen ausgetragen.
1. Gruppe - Hunde bis einschließlich 50cm
2. Gruppe - Hunde über 50cm
Es finden die Hindernisse 1-8 des Vierkampfs Verwendung. Das Hindernis 1 und 8 werden für die Teilnehmer der 2. Gruppe auf 60cm und das Hindernis 7 auf 50cm erhöht.
Der Geländelauf
Der Geländelauf führt über Strecken von 2000m und 5000m.Die Streckenführung sollte über freies Gelände, Feld- und Waldwege verlaufen.Der Hund muss über die komplette Distanz an der Leine geführt werden.
Der Combinations-Speed-Cup (CSC)
Der CSC ist ein Mannschaftswettbwerb und setzt sich aus dem Slalom, Hürdenlauf, und Hindernislauf zusammen.Eine Mannschaft besteht aus drei Hundeführern die je eine Teilstrecke des CSC mit ihrem Hund durchlaufen. Die Läufer starten der Reihe nach, sobald ein Teilnehmer mit seinem Hund die Ziellinie der Teilstrecke überquert hat.Die Wertung erfolgt aus der Gesamtzeit der Teilstreckenläufe. Der Hund kann mit oder ohne Leine geführt werden.
Qualifikations-Speed-Cup (QSC):
Der Qualifikations-Speed-Cup besteht aus 8 oder 16 Teilnehmern.Auf zwei identischen Parcours starten zeitgleich 2 Teilnehmer, wobei der schnellere eine Runde weiter kommt.Die Zusammensetzung der gegeneinander startenden Teams wird zuvor in einer Qualifikationsrunde ermittelt. Der Parcoursaufbau ist in der Turnier-Ordnung des DHV vorgeschrieben .
Der Shorty:
Shorty heißt nicht wie viele glauben dass dieser Parcours nur für kleinere Hunde geeignet ist, sondern der Shorty ist ein Kurzbahn-CSC und braucht etwas weniger Platz weil die zwei Hindernisbahnen in Kreuzform aufgebaut werden.Dies ist ideal für kleinere Plätze oder für Hallenturniere.Der Parcoursaufbau ist ebenfalls in der Turnier-Ordnung vorgeschrieben und damit bindend.Es starten 2 Teams als Mannschaft deren Gesamtzeit zählt.Wie beim CSC startet zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der zweite darf erst loslaufen, wenn der erste seinen Parcours beendet hat.
Obedience – eine Sportart für jeden Hund
Obedience gilt als die „hohe Schule des Gehorsams“ – einfacher gesagt, Obedience ist Unterordnung. Und doch ist es mehr: Hier wir die aufmerksame Konzentration gefördert und ein besonderes Augenmerk auf freudiges, flottes Arbeiten gelegt.
Der Hundeführer (HF) benötigt keine besondere sportliche Fitness, dafür aber eine Menge Geduld und Spaß an der vielfältigen Arbeit mit seinem Hund. Die Sprung- und Apportiergeräte sind an die jeweilige Hundegröße angepasst. Außerdem wird beim Richten Rücksicht auf das Temperament und die Eigenart der Rassen genommen. Denn beispielsweise ein Rottweiler kann nicht so wieselflink wie ein Border Collie arbeiten.
Man unterscheidet vier Prüfungsstufen.
Die Anforderungen beginnen mit einfachen Grundübungen bis hin zur Perfektion komplexer Aufgaben. Die niedrigste Klasse (Beginner) beinhaltet „Sozialverträglichkeit“ gegenüber Menschen und anderen Hunden, hier muss sich der Hund neutral verhalten. Dann gehören Übungen des Grundgehorsams wie Fußarbeit, Sitz und Platz, das Abrufen sowie das Apportieren eines Gegenstandes; aber auch das Zähne zeigen und das in der Gruppe ausgefürte Stehen mit Betasten dazu. Diese Klasse ist wirklich für Einsteiger gemacht und für wahrhaftig jeden Hund zu bewältigen!
In allen weiteren Klassen gibt es die so genannten „Bleibübungen“. Das sind Sitz- und Platzübungen, die mit mehreren Hunden zeitgleich durchgeführt werden.
Dabei muss die Position für mehreren Minuten gehalten werden, auch wenn der Hundeführer in den hohen Klassen außer Sicht ist. Des weiteren gibt es die Einzelübungen, die in ihren Anforderungen mit jeder Klasse steigen.
In der höchsten Stufe (OB3/FCI) werden alle Übungen ohne Leine gezeigt: Fußarbeit in verschiedenen Gangarten und die Positionen Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung, Abrufen mit Zwischenstopp durch Steh und Platz; Voraussenden an eine exakt vorgegebene Stelle mit Richtungsanweisung; Apportieren verschiedener Materialien wie Holz und Metall, auch über eine Hürde und mit Richtungsansage.
Außerdem gibt es die Geruchsunterscheidung und die Distanzkontrolle. Bei der erstgenannten Übung soll der Hund das Hölzchen seines Hundeführers unter anderen Hölzern herausfinden und apportieren. Die Distanzkontrolle ist eine Übung, bei der der Hund auf Kommando die Positionen Steh, Sitz und Platz auf Entfernung wechselt, ohne dabei von der vorgegebenen Stelle zu weichen.
Alle Übungsschritte werden durch einen Steward angesagt. Das bedeutet, der Hundeführer arbeitet nicht selbständig und es gibt kein festes Laufschema, das dem Hund langweilig werden kann.
In die nächst höhere Stufe kann man immer erst dann aufsteigen, wenn man in seiner aktuellen Stufe ein „Vorzüglich“ erreicht.
Obedience bietet sowohl dem Hund als auch seinem Hundeführer eine anspruchsvolle Teamarbeit mit vielfältigen Aufgabenstellungen, bei der auch Arbeitsfreude und Motivation nicht zu kurz kommen.
Man nehme:
Einen Welpen, etwas Spaß und Freude am Umgang mit Artgenossen, dosiert mit Neugierde an allem neuen, ein wenig Erziehung für Anfänger und schon stehen wir mitten drin in der Vorschulklasse für Hunde: der
WELPENSCHULE
Ein Gemisch aus Racker, angehenden Erwachsenen und älterer Generation, vertiefe den Grundgehorsam, wiederhole öfters das Erlernte für Leistungsschwache und Leistungsresistente, arbeite mit bedarfsmäßig mehr oder weniger Leckerlis, alles zusammen ergibt: die
GRUNDAUSBILDUNG
Eine leistungswilligen Hund und/oder Halter, arbeite ganz gezielt mit beiden, füge dazu jeden Hinweis auf Fehler, die Möglichkeit auf Verbesserung und das große Lob bei positiver Veränderung, stelle in Aussicht, dass eine Prüfung z.B. die Begleithundeprüfung durchaus erreichbar ist und erhalte das individuelle
EINZELTRAINING
Einen Hund der gut Springen kann und schnell ist, einen Halter der ausdauernd Laufen kann und dem Hund hinterher kommt, Slalomstangen, Hürden, Hindernisse: der
TURNIERHUNDESPORT
Einen Hund der Spaß am Suchen hat, einen Halter der dringend Bein- und Pomuskulatur trainieren muss, etwas kleingewürfelte Fleischwurst, ein paar Gegenstände die wie zufällig verloren gehen und wieder gefunden werden möchten, alles zusammen ergibt: die
FÄHRTENARBEIT
Einen Hund der gerne seine Meinung sagt, ermutigt vom Halter, einen Helfer, der sich das Ganze zwar anhört, aber unverschämter Weise widerspricht und ständig macht was er will, mische alles gut durch und erhalte: den
SCHUTZDIENST
Ein Hund der immer mehr Spass am Arbeiten hat, ein Halter der immer wieder gerne was
Neues Lernt, Rücksicht auf Temperament und Eigenart des jeweiligen Hundes, dies ergibt:
OBEDIENCE


